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    Praktikum im Hospiz

    Neue Perspektiven

    Kuchen backen, Mensch ärgere dich nicht spielen, in der Pflege helfen oder einfach nur zuhören. Die beiden Schülerinnen Alma und Marie aus Frankfurt am Main haben ihr Sozialpraktikum im Hospiz Villa Auguste absolviert und vieles gelernt. Vor allem ihre Perspektive auf Leben und Sterben hat sich verändert.

     

    Welche Erwartungen hattet ihr an euer Praktikum im Hospiz und haben sich diese erfüllt?

    Alma: Es war für uns beide das erste Mal in einem Hospiz. Ich hab mir vorher einige Dokumentationen über Hospize angeschaut, in denen es immer um das Leben ging und darum, dass alles offen und freundlich ist und es sich nicht wie in einem Krankenhaus anfühlt. Für mich hat sich das im Hospiz Villa Auguste bestätigt.

    Marie: Ich hab das Praktikum erstmal auf mich zukommen lassen. Vor Praktikumsbeginn war ich skeptisch und habe sogar darüber nachgedacht die Praktikumsstelle noch zu ändern, aber dann kam ich hierher und war begeistert. Alles hier ist freundlich und hell und wir wurden gut in die Arbeit eingeführt, alle waren sympathisch und offen. Man merkt, dass die Menschen sich hier füreinander Zeit nehmen. Und es roch gut, nicht so wie ich es aus einigen Altenheimen kenne.

     
     
    190408 Interview Praktikantinnen 5cAlma bastelt mit den Bewohnern im Wintergarten des Hospizes.

     

    Wie sahen die Tage im Hospiz für euch aus?

    Alma: In unserer ersten Praktikumswoche hatten wir Frühschicht von 7 Uhr bis 15 Uhr und haben uns abgewechselt, einer von uns beiden war in der Pflege und einer in der Küche. Die ersten drei Tage habe ich die Köchin Frau Richter unterstützt, gegen Ende der Woche bin ich bei Pfleger Julian mitgelaufen und habe seine Arbeit kennengelernt. In der zweiten Woche war ich dann in der Spätschicht und viel in der Küche.

    Marie: Bei mir war es genau umgekehrt und in der zweiten Woche war ich im Frühdienst in der Küche. Mir hat das Helfen in der Küche besser gefallen als die pflegerische Arbeit. Ich spiele gerne eine Runde mit den Bewohnern Mensch ärger dich nicht oder komme ins Gespräch, aber Körperkontakt fällt mir schwerer. Ich wusste das schon vorher und deshalb war es gut, dass ich Frau Richter helfen konnte.

     

    Fiel es euch leicht mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen?

    Marie: Ich war von Anfang an sehr offen den Bewohnern gegenüber. Die ersten Tage, die ich Pfleger Julian begleitet habe, war ich gespannt wie die Bewohner auf mich reagieren werden. Nach zehn Minuten war das Eis meist gebrochen und man ist ins Gespräch gekommen.

    Alma: Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten in Kontakt zu kommen, weil ich nicht so recht wusste wie, aber das geschah dann ganz automatisch. Man stellt sich vor, unterstützt bei der Arbeit und schnell kamen positive Rückmeldungen und die Bewohner fanden es nett, dass wir dabei sind. Generell waren alle, sowohl die Bewohner als auch die Mitarbeiter sehr offen.

     

     

    190408 Interview Praktikantinnen 7b

    In der Wohnküche der Villa Auguste gibt es immer etwas zu tun. Marie schneidet Äpfel für einen Kuchen.

     

    Was nehmt ihr aus den vier Wochen Praktikum im Hospiz mit?

    Marie: Während des Praktikums haben viele Menschen gesagt, dass man das Leben genießen soll. Und das sagt man zwar oft, aber hier im Hospiz wird es einem stärker bewusst. Und kleine Dinge wertzuschätzen und eben nicht alles als selbstverständlich anzusehen, das wird mich auf jeden Fall weiter begleiten.

    Alma: Was ich auch mitnehme ist, dass Sterben kein Tabuthema sein muss. Ich hatte nie Angst vor dem Tod, aber die Zeit im Hospiz hat dem zusätzlich etwas Negatives genommen. Bei zwei oder drei Bewohner war ich noch einmal im Zimmer nachdem sie verstorben waren. Es war immer ein friedliches Bild, oft auch eines der Erlösung nach langer schwerer Krankheit.

     

    Wie geht es für euch jetzt weiter?

    Alma: Vor uns liegen noch zwei Jahre Schule um dann das Abitur zu machen. Danach würde ich gerne im Ausland Spanisch lernen, vielleicht in Südamerika. Ich könnte mir vorstellen später einmal im sozialen Bereich zu arbeiten, dann es macht mir sehr viel Spaß mit Menschen in Kontakt zu treten. Gerade bin ich auch als Gruppenleiterin mit Kindern aktiv.

    Marie: Nach der Schule wird es für mich wahrscheinlich auch erstmal ins Ausland gehen. Danach möchte ich ins Berufsleben starten. Für mich war es sehr interessant einen Einblick in die Hospizarbeit zu bekommen, zu sehen wie viel harte Arbeit dahinter steckt, nicht nur körperlich. Ich selbst kann es mir nicht vorstellen im sozialen Bereich zu arbeiten, habe aber viele andere Ideen und bin gespannt was ich später machen werde.  

     

    Was würdet ihrem anderen Praktikanten mit auf den Weg geben?

    Alma: Unser Praktikum im Hospiz Villa Auguste zu absolvieren war eine gute Entscheidung. Einige Außenstehende hatten Bedenken, dass wir mit 17 Jahren zu jung sind um vier Wochen im Hospiz zu helfen, aber das war unbegründet. Unsere fröhliche Art kam super an und hat für viele Frische in die Einrichtung gebracht. Gerade wenn man super offen ist und sich traut mit den Menschen zu reden, merkt man, dass ganz viel zurückkommt und dass die Menschen sich freuen, das man hier ist.

    Marie: Wir konnten uns von vielen Dingen einen Eindruck machen und hatten jederzeit die Möglichkeit zu entscheiden, ob wir uns der Situation gewachsen fühlen oder an unsere Grenzen stoßen und deshalb eine Aufgabe nicht übernehmen. Das war für uns wichtig. Außerdem regt das Praktikum zum Nachdenken an, die Perspektive auf Leben und Sterben verändert sich. Das finde ich gut.

    Alma & Marie: Während unseres Praktikums sind wir vielen aufgeschlossenen Menschen begegnet. Wir möchten uns bei allen für die tolle und lehrreiche Zeit im Hospiz Villa Auguste bedanken!

    Termine

    Infoabend: 2. Sept. 2019, 17 Uhr
    Ein offener Abend für Interessenten, Angehörige und mögliche Ehrenamtliche


    Leitung der gGmbH

    Beatrix

    Sr. Beatrix Lewe rgs

    Geschäftsführerin

     

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