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    Praktikum im Hospiz

    Leben bis zuletzt

    Johannes Krautwurst studiert Soziale Arbeit und hat sein sechswöchiges Orientierungspraktikum im Hospiz Villa Auguste absolviert. Aus welchen Gründen er sich für die Hospizarbeit interessiert, welche Arbeitsbereiche er kennengelernt hat, und weshalb es aus seiner Sicht oft nur wenig Materielles braucht, um glücklich zu sein, lesen Sie im Interview.

     

    Weshalb hast du dich für ein Praktikum im Hospiz entschieden?

    Ich glaube, dass ich mit meiner Persönlichkeit in der Hospizarbeit gut aufgehoben bin. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen, und das auch in akuten Situationen wie im Hospiz, wenn nur noch wenige Tage, Wochen oder Monate Lebenszeit zu erwarten sind. Es bereitet mir Freude Gespräche zu führen, Wünsche zu erfahren und nach Möglichkeit zu erfüllen.

     

    Wie verlief der Beginn deiner Zeit im Hospiz?

    Die ersten Tage im Hospiz waren sehr spannend. Ich habe das Haus kennengelernt und schnell mitbekommen, dass es hier sehr herzlich zugeht. Ich bin froh, dass sich meine Vermutungen nicht bewahrheitet haben, denn ich habe mir die Grundstimmung im Hospiz trauriger vorgestellt. Und es ist das genaue Gegenteil: Man erlebt hier eine Lebensfreude, die ich in diesem Maße bei der Arbeit noch nicht kannte. Trotzdem braucht man ein paar Tage um sich einzuleben, besonders wenn man vorher nichts mit Hospizarbeit zu tun hatte. Durch die vielen Eindrücke vergingen die ersten Tage wie im Flug.

     

    190926 Interview Praktikant
    „Mein Lieblingsort im Hospiz ist die Wohnküche. Hier wird tatsächlich gelebt und das bis zum letzten Tag.“

     

    Wie hast du dich auf das Praktikum vorbereitet?

    Vor Beginn des Praktikums habe ich mich etwas in die Fachliteratur eingelesen. Was ich dann im Hospiz erlebt habe, und was auf mich zugekommen ist, darauf hat mich das Lesen nur bedingt vorbereitet. In den ersten zwei, drei Tagen Einarbeitungszeit sind meine Hemmungen abgefallen mit den Bewohnern und dem Personal in Kontakt zu treten. Ich habe sehr viele Fragen gestellt und verschiedene Perspektiven gehört, etwa wie man mit bestimmten Situationen umgeht.

     

    Welche Bereiche im Hospiz hast du dir angesehen?

    Ich habe mein Praktikum im Sozialdienst absolviert und darüber hinaus die Möglichkeit bekommen, auch andere Bereiche und Professionen kennenzulernen. So hospitierte ich auch in der Küche, der Pflege und im Brückenteam (SAPV).

    Einen großen Teil der Arbeit als Sozialarbeiter im Hospiz nimmt die Organisation der Anmeldungen ein. Ich war überrascht, wie viel Bürokratie damit verbunden ist. Interessant fand ich die vielen verschiedenen Gespräche mit den Bewohnern und Angehörigen im Rahmen der Information, Beratung und psychosozialen Begleitung. Die Koordination der Ehrenamtlichen gehört auch zu den Aufgaben der Sozialarbeit im Hospiz. Während meiner Praktikumszeit habe ich beispielsweise eine Orientierungshilfe für neue Ehrenamtliche erstellt. Außerdem habe ich Kreativangebote für Bewohner und einen Grillabend mit betreut.

    In der Küche habe ich die täglichen Abläufe im Haus näher kennengelernt und bin mit Menschen in Kontakt getreten. Während meiner Zeit mit dem Pflegeteam habe ich erlebt, was passiert wenn die Tür eines Bewohnerzimmers geschlossen ist.  Dadurch habe ich gelernt, dass sehr viel persönliche Arbeit dahinter steckt. Mit dem Brückenteam bin ich zu Menschen im Raum Leipzig gefahren, die eine palliative Versorgung in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung erhalten.

     

    Was nimmst du aus deinem Praktikum im Hospiz mit?

    Mir ist immer wieder aufgefallen, dass es gar nicht viele materielle Dinge braucht, um glücklich zu sein. Ich finde es schön zu sehen, dass Kleinigkeiten Menschen im Hospiz glücklich machen – zum Beispiel ein Eisbecher mit Eierlikör. Ich habe während meiner Zeit im Hospiz so viele Eisbecher zubereitet und so viele lächelnde Gesichter gesehen. Das war sehr schön für mich.

     

    Welche Eindrücke haben dich geprägt?

    Ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Verstorbenen gesehen. Dadurch wurde mir bewusst, dass das Leben doch endlich ist. Vorher habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht. Ich habe bisher in meiner Familie und meinem Freundeskreis noch keinen Verlust erlebt, an den ich mich erinnern kann. Deshalb war es für mich im Hospiz sehr eindrücklich, dass Menschen, mit denen man gute Gespräche geführt hat, am nächsten Tag möglicherweise nicht mehr da sind. In solchen Momenten bin ich froh, wenn ich noch ans Bett treten und mich verabschieden kann.

     

    An welchem Ort im Hospiz hältst du dich am liebsten auf?

    In der Küche, weil ich mit diesem Ort so viel verbinde. Denn wenn das Essen ausgegeben wird und die Bewohner miteinander ins Gespräch kommen, ihre Späßchen machen und zum Frühstück noch einen Sekt trinken, dann spürt man Lebensfreude. Und genau das spiegelt für mich die Küche wieder. Hier wird tatsächlich gelebt und das bis zum letzten Tag.

    Termine

    Infoabend: 6. Jan. 2020, 17 Uhr
    Ein offener Abend für Interessenten, Angehörige und mögliche Ehrenamtliche


    Sommerfest: 25. Jun. 2020, 18 Uhr
    Weitere Informationen folgen.


    Leitung der gGmbH

    Beatrix

    Sr. Beatrix Lewe rgs

    Geschäftsführerin

     

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