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Erste Gedenkfeier für Verstorbene
Wenn Erinnerung weiterwächst
Im März durften wir im Hospiz Villa Auguste unsere erste Gedenkfeier begehen. Gemeinsam mit Familie und Freunden erinnerten wir an die Menschen, die wir im stationären Hospiz sowie im Tageshospiz auf ihrem letzten Lebensweg begleitet haben.
Rund 90 angemeldete Gäste – Angehörige, Familien und Freunde der Verstorbenen – kamen gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden zusammen, um der begleiteten Menschen zu gedenken. Die Feier bot Raum für Erinnerungen, Begegnungen und gegenseitigen Austausch.
Besondere Gedenkkarten mit wachsender Erinnerung
Für jeden verstorbenen Menschen wurde eine individuelle Gedenkkarte aus Graspapier gestaltet. Die Karten schmückten die Fenster des liebevoll vorbereiteten Saals und machten die Erinnerung für alle sichtbar. Auf ihnen standen die Namen sowie die Lebensdaten der Verstorbenen.
Ein besonderes Detail: In das Graspapier waren Pflanzensamen eingearbeitet – als Symbol dafür, dass aus Erinnerung neues Leben wachsen kann. Die Karten standen sinnbildlich für die vielen einzigartigen Lebensgeschichten, denen wir in unserer Hospizarbeit begegnen dürfen.
Der darauf abgebildete Vogel – zugleich das Logo unserer Einrichtung – erinnerte stellvertretend an die inzwischen rund 180 Menschen, die seit 2025 im stationären Hospiz und seit der Eröffnung des Tageshospizes begleitet wurden.

Im Anschluss an die Feier wurden die Karten den Angehörigen übergeben – als bleibende Erinnerung, die weiterwachsen darf. Karten, die nicht persönlich überreicht werden konnten, wurden per Post versendet oder finden im aufblühenden Frühling einen Platz in unserem Hospizgarten.
Worte, Musik und ein gemeinsames Licht
Mit einfühlsamen Worten eröffnete unser Team die Gedenkfeier und gab den Gästen gute Wünsche sowie unterstützende Impulse mit auf den Weg. Stellvertretend für alle verstorbenen Gäste und Bewohnerinnen unseres Hospizes wurde feierlich eine Kerze entzündet.

Im Anschluss wurden die Namen der Menschen, an die erinnert wurde, laut vorgelesen – ein bewegender Moment, der die Erinnerung noch einmal bewusst in die Gemeinschaft getragen hat.
Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Leipziger Harfenistin Babett Niclas. Ihre Harfenklänge verliehen der Gedenkfeier eine besonders berührende Atmosphäre und hinterließen bei vielen Gästen einen bewegenden Nachklang.

Die erste Gedenkfeier fand in der Laurentius Kirchgemeinde Leipzig-Stötteritz statt. Viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende gestalteten den Nachmittag mit großem Engagement – von der Organisation bis hin zum liebevoll vorbereiteten Buffet, bei dem im Anschluss Zeit für Gespräche, Begegnung und gemeinsames Beisammensein blieb.
Erinnerung im Zeichen des Frühlings
Passend zur Jahreszeit fand die Gedenkfeier einen Tag nach Frühlingsanfang statt – einer Zeit des Neubeginns, des Wachstums und der Veränderung. Ein stilles und zugleich hoffnungsvolles Zeichen dafür, dass Erinnerungen bleiben und auf unterschiedliche Weise weiterleben dürfen.




